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Die Menschheit

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6. November 2018

Die Anunnaki

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In der mesopotamischen Mythologie die Götter der Unterwelt, die denen des Himmels, den Igigu, gegenübergestellt werden. Im Enoma eliš müssen die Igigi für die Anunnaki arbeiten, bis sie dagegen rebellieren. Sowohl die Igigi als auch die Anunnaki sind durch die Schicksalstafeln gebunden, über welche Enki – beziehungsweise in der assyrischen Mythologie Aššur – verfügt.

Die Schicksalstafeln ouppi šimoti sind in der mesopotamischen Mythologie das Symbol der Herrschaft über das Universum.

Sie wurden von Mami für Enlil bestimmt (Anzu-Mythos), beziehungsweise von Tiamat für ihren Sohn Kingu. In späteren Zeiten waren auch der babylonische Marduk und der assyrische Aššur Herren der Schicksalstafeln.

Enlil trägt die Schicksalstafeln auf seiner Brust und legt sie nur zum morgendlichen Bade ab. Die Schicksalstafeln verleihen ihrem Besitzer Macht über alle Götter und unter anderem die Fähigkeit, Dinge in ihren Urzustand zurückzuverwandeln. Im Kampf gegen Ninurta kann so der Anzu-Vogel Ninurtas Pfeile unschädlich machen: Der Schaft wird wieder zu Röhricht im Dickicht, der Bogenstab zu einem Baum in einem Wäldchen, die Befiederung kehrt zu den Vögeln zurück und die Bogensehne in die Därme eines Hammels. Sind die Schicksalstafeln nicht im Besitz Enlils, ist die göttliche Weltordnung gestört: Die Rituale finden nicht mehr ordnungsgemäß statt, die Strahlenhelle erlischt und Enlil verstummt. Die Schicksalstafeln sind mit dem Siegel des Schicksals (na4kišib nam meš) gesiegelt.