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Die Menschheit

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6. November 2018

Die Azteken

Quetzalcoatl

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 Azteken Königin

Genau wie bei den Maya ranken sich um die Herkunft der Azteken zahlreiche Mythen und Legenden.

Sie gehörten ebenso wie die Tolteken zum Stamm der Nahua. Einer der Ursprungsmythen berichtet von einem Ort namens Chicomotzóc, dem “Ort der Sieben Höhlen”. Hier lebten die Chichimeken, die sich selbst Mexica nannten. Weiter spricht die geheimnisvolle Erzählung von einem sagenumwobenen Reich der Chichimeken im hohen Norden und berichtet von dem “Weißen Land” inmitten des Ozeans namens Aztlán. Die Sieben Höhlen beziehen sich auf die Sieben Stämme des Inselreiches. Tollán und soll eine erste Kolonie des Inselreiches gewesen sein. Dorthin begaben sich auch die Azteken nach ihrer Ankunft, um sich mit dem dortigen Wissen vertraut zu machen. Die Priester von Tollán prophezeiten eine lange Wanderung und an jener Stelle, wo ein Adler mit einer Schlange in den Klauen erscheinen würde, werde eine neue Stadt aus dem Meer emporsteigen. Unter Führung des Priesters Ténoch begaben sich die Azteken auf die Wanderung und erreichten ein Hochplateau, mehr als 2240 Meter über dem Meeresspiegel, unfruchtbar und trocken, doch mit zwei riesigen Seen und vielen Inseln. Auf einer dieser Inseln sahen die Priester das Zeichen - ein Adler auf einer Kaktuspflanze, der eine Schlange in den Klauen hielt. Die Azteken fanden das Hochtal bereits besiedelt vor und doch bauten sie zu Ehren des Tlaloc, den Gott des Wassers und der Fruchtbarkeit, einen bescheidenen Tempel aus Schilfrohr auf der Insel. Die Bewohner von Culhuahkán (Hügel der Sterne) beobachteten das Treiben mit großer Sorge, da die Azteken zu den von den Göttern von Aztlán geschaffenen Mischwesen gehörten. Die Ankömmlinge machten sich daran, die Sümpfe zu bezwingen und Bewässerungskanäle um ihre Insel herum zu graben. Sie beschäftigten sich auch erfolgreich mit der Landwirtschaft, besonders mit dem Anbau von Mais. Dann jedoch verdingten sie sich als Söldner für verschiedene Stämme in der Umgebung. Grausam und mit roher Gewalt schlugen die Aztekenkrieger auf ihre Gegner ein. Ihr schlechter Ruf eilte ihnen voraus und die benachbarten Völker wollten ihre Gegenwart nicht mehr dulden. Doch schon griffen die Azteken zu den Waffen und rissen die absolute Macht an sich. Nach zahlreichen territorialen Kämpfen mit benachbarten Ethnien, insbesondere mit den ebenfalls kriegerischen Tapaneken, die einst auch aus Aztlán gekommen waren, konnten die aztekischen Kriegerhorden ihre Vorherrschaft sichern. Die Bezeichnung Azteken (aus Aztlán kommend) bezieht sich auf nunmehr sämtliche von Aztlán gekommenen Stämme, rund um den Texcocosee. Die neue große Hauptstadt wurde nach Ténoch benannt. Bereits früh verbündete sich Tetzcohco, ein Stadtstaat der Acolhua, mit Tenochtitlán, dem sich die abtrünnige Tepaneken-Stadt Tlacopan anschloß. Nach dem Tod des Tapanekenherrschers Tezozomoc gelang dem Dreibund den Sieg über Azcapotzalco (Stadt der Ameisen), die Hauptstadt des Tapanekenreiches. Die siegreichen Herrscher hielten sich nun für Auserwählt und zerstörten alle historischen Dokumente der besiegten Herrscherhäuser. Niemand stellte sich der neuen Ordnung entgegen, außer Tlatelolco die Schwesterstadt Tenochtitláns, die jedoch bald vereinnahmt wurde. Tlatelolco entwickelte sich zum größten und wichtigsten Markt im Aztekenreich. Das religiöse Zentrum von Tenochtitlán wurde beherrscht von der großen Doppel-Pyramide, geweiht Huitzilopochtli, dem Gott des Krieges, der Sonne, des Menschenopfers und Schutzpatron der Stadt; sowie Tlaloc, dem Gott des Regens, der Fruchtbarkeit und des Wassers.

Tloque Nahuaque ist das Wesen aller Dinge, Bewahrer und Schöpfer des fünften Weltzeitalters und Herr der fünf Sonnen. Der geheimnisvolle Gott ist der einzige Schöpfergott im Kosmos und Vater von Ometeotl, dem Gott der Dualität. Dieser alte Gott, der keine Tempel hatte, daselbst die kosmische Energie, aus dem alle Dinge entstehen, formte Coatlicue.

 Tempelanlage

Die Kosmologie der Azteken

Königin Sriaon